Der SV der Temeschburger Schecken Züchter v. 1967
im 40. Jubiläumsjahr
Josef Hockl schrieb 1967:“ Vor ungefähr 250 Jahren ließ Maria Theresia das Banat besiedeln. Da der größte Teil der Ansiedler aus Würtemberg, dem Schwarzwald, dem Saargebiet und Elsaß-Lothringen kam, nannte man sie Banater Schwaben. Im Herzen dieser fruchtbaren Landschaft am Südostrand der ungarischen Tiefebene liegt die Hauptstadt Temeschburg. Bis zum ersten Weltkrieg gehörte das Banat zur österreich-ungarischen Monarchie. Danach wurde es geteilt und fiel an Rumänien und Jugoslawien.“ So ist es auch erklärbar, dass die Temeschburger Schecken die einzigste Rasse ist, die von deutschen Züchtern im Ausland herausgezüchtet worden ist.
Man geht davon aus, dass die heute bei uns in Deutschland bekannten Temeschburger Schecken ihren Ursprung türkischen Purzeltauben verdanken. Dies kann jedoch nicht in der Literatur nachgelesen werden. Zuerst gab es eigentlich die bei uns bekannten Temeschburger Schecken als solche noch gar nicht. Die ersten Tiere waren Einfarbig. In ihrem Ursprungsland (Rumänien) gab es sie in einfarbig, geherzt und später als Schecken. Die Entstehung der bei uns bekannten und beliebten Temeschburger Schecken wurde durch Kreuzung von Einfarbigen mit Geherzten oder Weißen vorangetrieben. Es entstanden Spritzköpfe. Dies geschah etwa 1906. Ab 1910 wurde dann die systematische Erzüchtung der heute bei uns bekannten Schecken in Angriff genommen.
Der Name Temeschburger Schecken entstand durch die Übersetzung von „ Pestritii de Timisoara“ was soviel heißt wie Schecken aus Temesvar, woraus der Name Temeschburger Schecke wurde. Durch den Zuchtfreund Josef Hockl kamen die ersten Temeschburger Aus seiner ehemaligen Heimat, nach Deutschland(München). Es folgte der Import von ca. 80 Temeschburger Schecken. Zuerst nur Schwarze, dann folgten Gelbe und Rote. Der größte Teil dieses Importes kam von Mischka Toth/Temeschburg. Jedoch sollen auch einige Tiere aus der heiß begehrten Spitzenzucht von Wanko dabei gewesen sein.
In Rumänien wurde der erste Standartentwurf 1932 festgelegt. 1936 erfolgte eine Änderung der Musterbeschreibung in Richtung des heutigen Standardbildes d.h. Kopf und Hals mit wenigen farbigen Spritzern, Rückenherz leicht gescheckt oder weiß. In Deutschland wurden Temeschburger Schecken erstmals 1964 auf der Nationalen in Stuttgart vorgestellt . Am 02.12.1965 fand die Zulassung des Temeschvarer Tümmler durch den Zucht- und Anerkennungsausschuß des BDRG in Frankfurt statt.
Am 16.12.1966 erfolgte die Veröffentlichung des Standards in der Fachzeitschrift „Geflügelbörse“. Die Anzahl der Temeschburger stieg, so das 1967 schon 52 Temeschburger Schecken aufder Nationalen gezeigt wurden. Bis heute erfreuen sich Temeschburger größter Beliebtheit und erst 1996 wurde der Standard in einigen Passagen geändert. Von größter Bedeutung war hierbei die Änderung des Musterbildes.

